Die kurze Antwort
Einen Pauschalpreis für „den Abbruch" gibt es nicht, und jede Seite, die Ihnen einen nennt, rät. Eine einzelne Garage spielt in einer anderen Liga als ein unterkellertes Einfamilienhaus, und dasselbe Haus kann je nach Lage und Zustand sehr unterschiedlich viel Arbeit machen.
Als grobe Orientierung aus dem Markt: Kleine Nebengebäude beginnen im niedrigen vierstelligen Bereich, komplette Einfamilienhäuser liegen meist im mittleren fünfstelligen Bereich. Was Ihr Objekt konkret kostet, klärt eine Besichtigung. Bei uns ist die kostenlos, und das Angebot danach unverbindlich.
Diese Faktoren bestimmen den Preis
Fünf Punkte entscheiden über den größten Teil der Summe:
- Größe und Bauweise: Umbauter Raum, Geschosse, Keller. Massives Mauerwerk und Beton machen mehr Arbeit als Holzständerwände.
- Schadstoffe: Asbest, alte Dämmstoffe oder teerhaltige Kleber müssen vor dem Abbruch fachgerecht raus. Das kann den Preis deutlich verschieben. Mehr dazu im Ratgeber Asbest im Altbau erkennen.
- Zugänglichkeit: Freistehendes Haus mit breiter Zufahrt oder Hinterhof in enger Bebauung? Je schwerer Technik und Container ans Objekt kommen, desto mehr Handarbeit.
- Entsorgungsmengen: Bauschutt wird nach Menge und Sorte abgerechnet. Sauber getrennte Stoffe sind günstiger zu entsorgen als Mischabfall.
- Was stehen bleibt: Ein Komplettabriss ist anders kalkuliert als ein selektiver Rückbau, bei dem Teile des Gebäudes erhalten bleiben.
Richtwerte nach Objekt
Die folgenden Spannen sind branchenübliche Richtwerte zur ersten Orientierung, kein Angebot. Reale Preise hängen von den Faktoren oben ab.
| Objekt | Richtwert (Markt) | Haupttreiber |
|---|---|---|
| Garage oder Schuppen | ab ca. 1.500 bis 5.000 € | Fundament, Dachmaterial, Zufahrt |
| Anbau oder Wintergarten | ca. 3.000 bis 10.000 € | Trennung vom Bestand |
| Einfamilienhaus ohne Keller | ca. 15.000 bis 30.000 € | Größe, Bauweise, Entsorgung |
| Einfamilienhaus mit Keller | ca. 20.000 bis 45.000 € | Aushub, Verfüllung, Entsorgung |
Beispielrechnung Einfamilienhaus
So kann die Kalkulation für ein freistehendes Haus mit 120 m² Wohnfläche ohne Keller aussehen (Richtwerte, gerundet):
- Baustelleneinrichtung und Absicherung: ca. 1.500 €
- Entkernung und Schadstoff-Vorprüfung: ca. 3.500 €
- Maschineller Abbruch: ca. 8.000 €
- Verladung, Abfuhr und Entsorgung: ca. 6.000 €
- Grobplanieren des Grundstücks: ca. 1.500 €
Macht in Summe rund 20.500 €. Bei gleicher Wohnfläche, aber mit Keller, Asbestdach oder Hinterhoflage kann dieselbe Rechnung spürbar anders ausgehen. Genau deshalb besichtigen wir, bevor wir rechnen.
Was den Abbruch teurer macht
Die häufigsten Kostentreiber, die bei der Besichtigung auffallen:
- Asbesthaltige Dächer, Fassadenplatten oder Bodenbeläge
- Keller und Fundamente, die mit raus sollen
- Enge Grundstücke ohne Zufahrt für Container und Technik
- Anbauten, die direkt an bewohnte Gebäude grenzen
- Volle Gebäude: Erst muss demontiert und entrümpelt werden, dann fällt die Hülle
So halten Sie die Kosten im Griff
Ein paar Dinge haben Sie selbst in der Hand. Klären Sie früh, ob eine Abbruchgenehmigung nötig ist, damit keine Wartezeiten entstehen. Halten Sie Zufahrt und Stellfläche für Container frei. Und holen Sie Angebote ein, die Verladung und Bauschuttentsorgung gleich enthalten: Ein Preis, der ohne Entsorgung kalkuliert ist, sieht nur auf dem Papier günstig aus.
Der einfachste Schritt: Schicken Sie uns ein paar Fotos und Eckdaten über das Formular. Wir sehen uns das Objekt kostenlos an und Sie bekommen ein unverbindliches Angebot, in dem die Entsorgung schon drinsteht.


